Los geht es..

Spielgeld
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Lebensbrauchhaufen
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7.April bis 13. April 2010:

Haben eine schöne Zeit in Tulum/Mexico verbracht - mit Sand, Strand, Sonne, Tauchen in den Cenoten  (Dos Ojos, Angelita, Carwash) und im karibischen Meer. Tauchen in den Cenoten ist unbeschreiblich... ein Weltwunder. Durch Tropfsteinhöhlen gleiten, Schwefelschichten durchtauchen und in glasklaren Aquarien die Fische aus Martins Aquarium begrüßen.

 

13. April 2010;

Sind nach einer Tagesreise in Panama City angekommen. Sehr heiß, sehr schön, voller Gegensätze. Morgen gehts um 5.00 weiter Richtung San Blas Inseln. Deshalb sind wir ja hier :-)

 

19. April 2010

Herr Blas hat auf San Blas geherrscht ;-) Wir haben uns von diesen Inseln fast nicht trennen können - unglaubliches Paradies. Eine Insel für 5 Touristen und 5 Kuna Indianer - mehr nicht. Ansonsten noch viel Langusten, Millionen von Sardinen, Pelikane, Krebse, türkises Wasser, weisser Sand, Bambushütte, Palmen und Kokosnüsse. Keine Sandflies, keine Moskitos. Die einzige Gefahr waren die Kokosnüsse, die ständig von den Palmen fielen....

Wir haben eine neue Mitreisende: Martina Blas, gestrandet auf den Blas Inseln, keiner weiss woher sie kommt - aber jeder liebt sie - so klein sie auch ist ;-)

Machen gerade wieder Zwischenstop in Panama City für eine Nacht. Morgen gehts weiter nach Santa Catalina.

 

20. April bis 24. April 2010

Santa Catalina ist ein Kaff. Ein Urwaldkaff an der Pazifikküste. Tropische Hitze, Lehmstrassen, kleine Blechhüttten, aber Surferparadies und... es gibt eine Tauchbasis, die von einem Österreicher seit 6 Jahren geführt wird. Von hier aus kann man mit einem kleinen Booti und einer guten Stunde Bootsfahrt den Nationalpark der Isla Coiba erreichen - ein unglaubliches, einmaliges Tauchgebiet. Uns fällt hier ständig der Atemregler aus dem Mund, weil wir soviel Staunen müssen. Hier gibt’s Haie, Rochen, Frogfishes, Seepferdchen, Blennys, Schildkröten, Muränen, gewaltige Fischschwärme und und und. Die Bootsfahrt dorthin war allerdings in dem schon ein bisschen ausrangierten Motorboot doch etwas anstrengend. Vor allem als wir ins Gewitter gerieten und es unseren einzigen Schutz – das mit ein paar Schnüren angebundene Sonnendach zuerst zerriss und dann zerstörte. Weg war es das Dachl und wir waren den stechend harten Regentropfen ausgesetzt – autsch.

Im Gegensatz zur Vielfalt von Coiba bietet Santa Catalina nix – ausser Pferden und Kühen auf der Straße.

 

24. April bis 26. April 2010

Las Lajas. Ein Kaff löst das andere ab. Dieses hier ist ein beliebter Badeort der Panamanesen am Wochenende. Dann wird hier um die Wette gesoffen und Musik aufgedreht – nach dem Motto wer lauter, der besser. Wir sind zwar hier am Wochenende angekommen, hatten aber das Glück, dass die Leute einerseits nur jede 2. Woche ihr Geld ausbezahlt bekomen um es dann am Wochenende am Strand wieder auszugeben und andererseits die Regenzeit beginnt (…Pech für uns). Haben auf diesem wunderbaren ewig weiten, breiten und langen schwarzen Sandstrand mit Palmen wohin man auch schaut – einen der besten Gewitterstürme am Beginn der Regenzeit erlebt. So stark, dass unsere Hütte direkt am Strand total unter Wasser stand. So mussten wir in der Nacht noch siedeln… Aber Dank der unglaublichen Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Besitzer wurde es dennoch ein schönes Wochenende mit langen Strandläufen, Taiji, Bodysurfing, Hängemattehängen, „Panama“ trinken und viel positiven Energien.

 

26. April 2010 bis 30. April 2010

Weg von der Hitze am Strand – ab in die Berge nach Boquete. Nachdem es hier immer regnet, ist es wichtig eine schöne Unterkunft zu haben J, die haben wir auch in einem wunderschönen, blütenreichen Garten mit Tucan und Swimmingpool. Mit Markus und Tine aus Hamburg wandern wir einen ganzen Tag lang durch den Dschungel und entdecken dabei einen Trampelkletterpfad der uns nach ca. 30 Minuten zu einem ungefähr 132 Jahre alten Mann - namens Mario - mit Machete bringt. Mario hat da mitten im Dschungel eine kleine Frucht- , Kräuter und Gemüsefarm die er uns voller Stolz präsentiert. Wahrscheinlich waren wir die ersten Besucher. Er schält uns Früchte, lasst uns kosten, erklärt uns alles in einem äusserst undeutlichen spanisch und fordert uns ständig auf, unseren Rucksack mit Obst vollzustopfen – die Namen der Früchte haben wir entweder nicht verstanden bzw. gleich wieder vergessen. Und er hat sogar Erdbeeren! Wir schaffens dann doch nicht ohne Regen zum Wasserfall und werden klitschnass – aber das ist egal – es ist soo schön warm hier.

Am nächsten Tag sind wir wieder in den Dschungel, diesmal allerdings nicht zum Wandern sondern zum Canopying. So flitzen wir von Baum zu Baum über und durch den Dschungel. Am Nachmittag regnets wieder. Und dann gabs noch eine Tour durch die Kaffeerösterei und einen Besuch der heissen Quellen, die einfache Erdlöcher in Wiesen- und Waldboden sind. Wir sitzen da drin im Regen.

 

30. April 2010 bis 5. Mai 2010

Genug vom Regen geht’s weiter Richtung Bocas de Toro - einer Inselgruppe nah an Costa Rica in der Karibik. Mit dem Boot geht’s vom Festland nach Bastimentos. Eine schöne, typische Karibikinsel. Das Dorf dort besteht nur aus einem schmalen betonierten Weg. Autos gibt’s keine. Karibikfeeling pur: viele Grinser, ein ständiges „como estas?“ oder „how are you, man?“, viele Bob Marleys mit supercoolem Gang, ein ständiger „wer spielt die lauteste Musik?“-Wettbewerb im ganzen kleinen Dorf (Ruhe gibt’s nur, wenn der Strom wieder mal ausfällt), Dschungelpfade, die an idyllische Sandstrände führen, Tauchen in 30 Grad warmen Wasser (hier wird’s sogar der Elke nicht kalt), Tropfsteinhöhlen mit Fledermäusen im Mangrovenwald, Faultiere und Kakao und Kaffee und Kokosnüsse und Ananas und Bananen und Bananenschachteln und Bananenhügel und Kochbananen mit Fisch und Kokosreis und rote Frösche und Kolibris und superliebe Menschen im „Tio Tom“.

 

5.Mai 2010 bis 6. Mai 2010

Eigentlich wollten wir ja woanders hin. Gelandet sind wir wieder in Las Lajas an der Pazifikküste bei unseren Freunden vom „La Estrella de Pazifico“. Eigentlich wollten wir nach Boca Chicas – hier soll das Tauchen auch total schön sein. Wir informieren uns extra vorher im Internet und finden sogar akzeptable Angebote von 2 Tauchschulen. Dort angekommen finden wir ein Futzidorf mit nix vor, verlotterte Luxushotels, die 110 Dollar die Nacht verlangen und einen verrückten Columbianer der eine Art Werft führt und 250 Dollar (!!) für 2 Tauchgänge auf die Inseln verlangt. Wir lächeln freundlich und hauen ab nach Las Lajas wo wir den grenzgenialsten Sonnenuntergang sehen als Belohnung J

 

6.Mai 2010 bis 7. Mai 2010

Notfallsplan: wir lesen im Reiseführer wie supercool die Isla Grande in der Karibik sein soll – und finden auch eine supertolle Website von einem supertollen Tauchshop. Also ab geht’s wieder in die Karibik. Wieder verändern sich Landschaft und Menschen. Mit einem kleinen Boot geht’s auf die Insel und dann suchen wir in der Hitze eine Unterkunft. Das Hotel ausm Reiseführer wird grad restauriert also quatieren wir uns notgedrungen und weil schon müde im billigsten Quartier ein. 20 Dollar kostet hier die Nacht, dafür gibt’s Klo und Salzwasserdusche (kein Waschbecken) und einen Ventilator, über den wir uns sehr freuen, der uns allerdings nix bringt, weil der Strom mitten in der Nacht ausfällt. Also schlafen wir in der Sauna gemeinsam mit unseren Moskitofreunden. Die Insel hat einen sehr kleinen Strand, viel Müll, viel Moskitos, wenig Leute, man kriegt schwer was zu essen, weil viele Lokale geschlossen oder nicht bedienen, es stehen viele Häuser und Hotels leer und bei einigen Gebäuden können wir nicht erkennen ob sie zerfallen oder sich noch im Bau befinden. Auch hier haben wir Pech mitm Tauchen. Groß auf der Website angekündigt entpuppt sich der Diveshop als kleines weisses zugenageltes Häuschen. Auf Nachfrage meinen die Leut auf der Insel - jaja da gibt’s einen Chico der taucht - aber der is grad nicht da und keiner weiss wann er wieder kommt.

 

7. Mai 2010 bis 10. Mai 2010

Wir stehen früh auf. Das Dorf schläft noch. Das erste Boot das sich bewegt, ist unseres. Wir lächeln. Fluchtartig sind wir dahin, schön wars hier! 15 km weiter treffen wir auf eine schon lange ersehnte Tauchbasis oder besser gesagt ein echtes „Divecamp“ in Portobelo. Mit günstigen, schönen Zimmern mit A/C, Blick aufs Meer, Platz für die Hamacka, Tauchen ohne Ende und liebe Leut. Hier kommen Panamanesen übers Wochenende her und wir lernen viel Leut aus anderen Südamerikanischen Ländern kennen, die sich in Panama niedergelassen haben. Auch eine Guatemaltekische Familie ist hier. Vater und Sohn tauchen mit uns. Beim Frühstück fangen wir zu plaudern an und Elke erzählt, dass sie in Guatemala war und die schwarzen zergatschten Bohnen so gerne hat. 5 Minuten später bekommt sie von der Mama eine Dose Bohnen aus Guatemala in die Hand gedrückt. Soooo lieb! Tauchen ist voll schön, Divemaster lustig, Elke friert im Wasser trotz 28/29 Grad, Martin findet Paracudas und Rochen.

 

10. Mai 2010 bis 11. Mai 2010

Wieder mal müssen wir unsere Pläne umschmeissen, weil das geplante Tauchen in Taboga (wieder mal Pazifikküste) ebenfalls schweineteuer ist (225 Dollar/2 TG). Also fahren wir gemütlich den Panamakanal entlang und landen in Gorgona am Pazifik. Ebenfalls ein Strand für panamanesische Ausflügler. Hier gibt’s ein nettes Hotel (sogar mit Swimmingpool) wo wir vor unserer Haustüre Mangos und Cashewnüsse aufklauben. Der Strand ist schwarz/weiss und hat wunderschöne Palmen. Allerdings sind wir mitsamt den Palmen eingesperrt – umzäunt mit Maschendraht – sehr romantisch…  Wir geniessen denoch Sonne, Strand, Meer, Swimmingpool, Cerveza, lesen unsere Bücher aus, Martin kocht unglaublich guten Kokosreis, Platanitos und Pollo, knackt Kokosnüsse und mixt Cocktails, Elke tut gar nix.

 

11. Mai 2010 – 13. Mai 2010

Zurück in Panama. Die Stadt ist superschön aber voller Gegensätze. Hinter der Altstadt ragen die Wolkenkratzer hervor und dahinter wiederum verstecken sich die Slums. Wir sind den ganzen Tag herumspaziert. Zuerst in Casco Viejo wo wir unter anderen den Markt der Kunas („Stadtindianer“) und Argentinischen Künstler fanden und den Palast des Präsidenten. Dann sind wir ins Riesenshoppingcenter Albrook Mall und haben gestaunt.